Workshop für Jugendliche
Einleitung:
Hintergrund > oft kommt es zu leichten oder wenig zielgerichteten Angriffen unter Bekannten oder auch im familiären Bereich, die eine Grauzone darstellen. Die meisten Auseinandersetzungen in solch einem Rahmen beginnen mit verbalen Unstimmigkeiten, bei denen es am Höhepunkt oft zu einem kurzen körperlichen Übergriff kommt.
Einerseits handelt es sich um eine, wenn vielleicht auch leichte, Form von Gewalt, wenn z.B. ein Jugendlicher oder eine Jugendliche von einem Bekannten oder Verwandten bei einer Feier oder einem Fest, z.B. einen „Klapps hinter die Ohren“ oder eine leichte, ohne viel Kraft
ausgeführte „Watschn“ / „Backpfeife“ bekommt oder z.B. an den Ohren gekniffen, „Ohren langziehen“.
Bei Mädchen hingegen wird oft unaufgefordert umarmt, oder die Hand wandert an Stellen, wo Mädchen diese nicht haben wollen. Andererseits kann oder möchte man in solch einer Situation, als Jugendliche/ Jugendlicher für einen sehr unangenehmen Situation, nicht mit
Gegengewalt in Form von Weg Schubbern, Zurückschlagen oder auch nur lauter verbaler Äußerungen reagieren.
Sinnvoll wäre hier eine rein defensive Abwehr dieses Angriffes in Form von aufmerksamen Verhalten, Ausweichen, Abtauchen und/ oder Abblocken.
Den Angriff „ins Leere laufen lassen“ wäre hier für alle Beteiligten also eine sehr gute Lösung.
Ungeachtet dessen, das Verhalten dann mit einer Vertrauensperson kommuniziert werde
muss,um Öffentlichkeit zu erzeugen und Hilfe zu bekommen.
Ziele:
a. Vermittlung von Selbstverteidigung mit deeskalierenden Mitteln in Form von
Wahrnehmungsübungen,
einfachen Bewegungsformen und passiven Schutzmaßnahmen.
b.
Bewusstsein schaffen, die beim Angreifer zur Aufgabe der Aggression
durch Einsicht in die
Sinnlosigkeit
seiner Handlungen führen und Eskalation
verhindern.
c.
den Seminar- Teilnehmenden zeigen, dass in den aller meisten Fällen
durch
einfache
Bewegungsformen schon Angriffe/ Übergriffe verhindert werden
können.
Benötigte
Ressourcen und
Umfang des Workshop:
Turnhalle,
Seminarraum mit Stühlen und Tischen oder Klassenraum
Begleitung
von Klassenlehrer oder Sozialarbeiter
evtl.
Getränke für Teilnehmer und Referent
Dauer:
Mindestzeit mind. 6, wahlweise 12 oder mehr Unterrichtseinheiten
Inhalte
und Methoden:
Theorie-
Teil: Begrüßung
und Bedarfsabfrage,
Einführung,
Definition Gewalt
und rechtliche
Einordnung,
Ampelprinzip
Praxisteil:
Aufwärmen,
spezifische
Bewegungsübungen,
Bewegungsformen,
Partnerübungen
und Kontaktübung
mit Partner > Körperkontakt erleben, Bewegung, Mobilisierung
Stimme
einsetzen, Körpergefühl entwickeln,
Passivblock,
Pratzenarbeit , SV Fallschule, > Schutzhaltung
Stresstraining
(Chaostraining,
Kreistraining,
Walltraining)
> Stabilität
erreichen und
sicherer
Stand,
Szenarien-
Training, Varianten
besprechen, Selbstreflexion,
Fremdreflexion
Auswertung/
Feedback
Vorteile
und Chancen:
Bei
Alltagssituationen sicher handeln
Fähigkeiten
schulen
Selbstsicherheit
herstellen
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